• Zwuzelmaus@feddit.org
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    ·
    4 days ago

    Da sollte Dänemark jetzt mal Ernst machen.

    Alle Usamerikaner sofort heute noch ausweisen, egal welchen Status, auch Diplomaten.

    Morgen den Verteidigungsfall ausrufen und die NATO um Hilfe bitten.

    • RalfWausE@feddit.orgOP
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      4 days ago

      Realistisch gesehen wäre das eigentlich genau der Trigger den die Amis gerne haben würden um zu sagen “Seht ihr? Die stellen sich der FREIHEIT™ der Grönländer entgegen - lasst uns den Einheimischen HELFEN™”.

      Und seien wir mal ehrlich: Die EU wird nicht wegen Grönland in den Krieg ziehen - nicht mit unserer kompletten digitalen Infrastruktur in den Händen der USA und erst Recht nicht mit unserer aktuellen militärischen Abhängigkeit. Das einzige was die “Übernahme” Grönlands (hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich) auslösen würde wäre eine mittelfristige Abnabelung der (meisten) EU Länder vom Imperium… andererseits hätte das bereits seit Bush Jr. passieren sollen (ich erinnere nur mal an den "American Service-Members Protection Act mit dem die Amis schon 2002 deutlich gemacht haben wie sehr sie auf ihre europäischen Verbündeten scheißen)

      Es ist eine extrem frustrierende Situation und ehrlich gesagt: Ich fühle mich langsam wie der Bahnhofspenner mit dem Schild “DAS ENDE IST NAH!!!” … ich stand mit unzähligen anderen schon bei der Irak Invasion auf der Straße und habe demonstriert, es wurde immer und immer wieder über die letzten > 25 gottverdammte Jahre darauf hingewiesen in welcher Abhängigkeit wir uns befinden, und was hat es bewirkt? Absolut nichts. NIX. NULL. Die Situation ist eher noch deutlich schlimmer als zu Beginn dieses Jahrtausends.

      Sorry wegen dem halben Rant… aber irgendwie bin ich derzeit am Überlegen meinen betrieblichen Kaffee auf Pharisäer umzustellen um den ganzen Mist irgendwie auszuhalten.

      • Zwuzelmaus@feddit.org
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        ·
        4 days ago

        Die EU wird nicht wegen Grönland in den Krieg ziehen

        Das denke ich auch.

        Deshalb meine ich ja, dass Dänemark jetzt aktiv werden soll. Nicht mehr den Usa bei weiteren Schritten den Vortritt lassen.

        Wenn man sich z.B. ausdenkt, 20.000 Soldaten aus 5-10 Ländern wären ab morgen schon in Grönland zu Gast, dann hätte Usa sich anderen Fragen zu stellen als heute.

        • saimen@feddit.org
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          3 days ago

          Wieso seid ihr euch da so sicher? So wie ich das verstanden habe ist Grönland geostrategisch immens wichtig wegen auftauender Rohstoffe und Nutzfläche sowie strategischer Lage. Ist ja nicht so dass die VSA sich das ohne Grund unter den Nagel reißen wollen.

    • Legeres_Idol@feddit.org
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      ·
      3 days ago

      Mal abgesehen davon, dass man dann unter anderem die USA zu Hilfe gegen einen möglichen Angriff der USA rufen würde, lässt sich der Bündnisfall nur einstimmig ausrufen. Ohne Zustimmung der USA, wäre kein Bündnisfall der NATO möglich. Zum anderen müsste dem ein bewaffneter Angriff vorangehen. Andernfalls könnte man auch einem möglichen Angriff durch den Bündnisfall zuvorkommen. Das ist genau der Vorwurf u.a. Russlands, dass die NATO nicht der Verteidigung, sondern dem Angriff dient. Eine entschiedene Positionierung Europas sollte stattfinden, der Bündnisfall der NATO käme dafür aber nicht infrage.

      Bundeszentrale für politische Bildung

  • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
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    11
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    4 days ago

    Worin besteht denn der Druck?

    Sie drohen, aber sie haben ansonsten keine realen Mittel an der Hand, um Druck aufzubauen. Rein rechtlich haben sie nichtmal einen Grund, denn über die Nato könnte die USA wieder mehr Militär-Basen dort aufbauen, die sie über die Jahre massiv abgebaut haben. Es gibt also nichtmal ansatzweise einen Grund, ein Land anzugreifen, das einem sogar freiwillig Zugang gibt.

    Auch die Gegenseite hat gar keine Option, der Übereignung zuzustimmen.

    Damit bleibt als einzige Option, die Drohung wahr zu machen, aber mit einer militärischen Aktion innerhalb der Nato schießt man sich damit selbst nicht nur ins eigene Bein, sondern zerfetzt gleich den ganzen Unterkörper.

    Die weitere Entwicklung der USA ist mir dabei echt egal, aber hier in Europa müssen wir mehr als dringend anfangen, auf eigenen Beinen zu stehen. Inzwischen muss man wohl auch sagen “Koste es, was es wolle”.

    • clucose@lemmy.ml
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      16
      ·
      4 days ago

      Rein rechtlich hatten die kein Mittel den Maduro zu entführen, haben es trotzdem gemacht.

      • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
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        3 days ago

        Der Unterschied zu Grönland ist aber, dass ihnen bei Venezuela klar war, dass es kaum Widerstand geben wird, weder aus dem Land selbst, noch von außen.

        Ich glaube auch nicht dran, dass sich Europa wegen Grönland in eine militärischen Auseinandersetzung ziehen lässt, was für die Grönländer sehr schade wäre, wenn es doch so kommt. Europa ist aber nicht komplett wehrlos, wirtschaftlich haben wir durchaus Gewicht, um kurzfristig Probleme bereiten zu können.

        Und mittelfristig könnte ich mir vorstellen, dass sich die (evtl. ehemaligen) Nato-Staaten nach dem trumpschen Rhetorik-Rundumschlag auf dem restlichen amerikanischen Kontinent dann in Richtung Mittel- und Südamerika orientieren könnten, und die USA damit in die Zange nehmen können.

        Alles nicht wirklich gute Zustände für die Zukunft, aber so wie es aktuell läuft, kann es nicht weitergehen, solchem Vorgehen müssen Grenzen gesetzt werden.

        • clucose@lemmy.ml
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          3 days ago

          Ich erwarte das Merz und von der Leyen denen Grönland schenkt, damit wir weiter bei denen verkaufen dürfen.

          Möglicherweise könnte man noch Spanien und Portugal obendrauf legen. Hauptsache wir exportieren noch.

          Unsere Politik erschrickt doch schon vor dem eigenen Schatten.

    • Bonifratz@piefed.zip
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      8
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      4 days ago

      Das Gruselige an der derzeitigen US-Regierung ist ja, dass ihnen das alles (Völkerrecht, Zerstörung der NATO, …) völlig egal ist. Ich weiß nicht, ob die US-Oligarchen irgendwie von einem Angriff auf Grönland profitieren können, aber falls ja, dann sehe ich nicht, was sie aufhalten sollte.

      • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
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        3 days ago

        Ich suche noch nach dem roten Faden, aber den finde ich seit Trumps Wahl einfach nicht. Von daher sehe ich auch noch nicht, wer von der Nummer jetzt wirklich profitieren könnte.

        Die schlimmste Idee wäre für mich, dass die US-Oligarchen damit rechnen, aus einem weiteren Weltkrieg mit noch mehr Macht hervorzugehen. Das ist aber für mich auf einem dermaßen hohen Level Verschwörungstheorie, dass ich aktuell daran nicht glauben möchte. Zumal die reale Macht durch die modernen Informationstechnologien so groß ist, dass sich das mit klassischer Kriegsführung kaum weiter ausbauen lässt.

        • plyth@feddit.org
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          3 days ago

          Zäum das Pferd von Hinten auf. Trump wurde ausgewählt, weil alle Trump für einen Trottel halten, dessen Aktionen nicht ernstzunehmen sind. Damit kann er aber, siehe Venezuela, Zölle, Armee im Inneren, Ukraine Deals, alles machen, ohne dass jemand einen Sinn erwartet oder Gerechtigkeit fordert.

          Der rote Faden ist, dass die USA die Informationsgesellschaft voll akzeptiert haben und die Menschen nicht mehr durch Werte und Sinn an sich binden. All die Rechtsbrüche und Genozide sind dank Wikipedia bekannt, und dank Trump irrelevant.

          Moralisch müsste die Welt die USA ablehnen und bereits ein virales Video könnte jederzeit der Auslöser sein für ein Umdenken. Durch Flooding the Zone und 1984artige Unstimmigkeiten wird diese Diskussion aber nicht stattfinden, bevor die USA die Welt durch KI und Roboter im Griff haben.

          Wegen China wird es weitere Kriege geben müssen, da China so eine Welt nicht will. Es gibt nicht mehr die Zeit, für alle diese Kriege eine demokratiebringende Rechtfertigung zu finden. Dank Trump ist es nicht nötig. Venezuela zeigt, dass die Wahrheit jetzt auch funktioniert.

    • gigachad@piefed.social
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      4 days ago

      Die Amerikaner nutzen den Militäreinsatz in Venezuela um Druck aufzubauen nach dem Motto “Wir sind zu allem bereit”. Im Endeffekt geht es darum, Dänemark dazu zu bewegen, Grönland zu verkaufen und den Preis runter zu handeln. Eine typische Schulhofschläger-Aktion.
      Eine Militärintervention in Grönland halte ich für nicht vorstellbar. In weiterer Konsequenz müsste dann auch Island dran glauben, ist geoökonomisch und geostrategisch mindestens genauso wertvoll wie Grönland.

      • napoleonsdumbcousin@feddit.org
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        3 days ago

        Dänemark kann Grönland gar nicht legal ohne Zustimmung der Grönländer verkaufen, selbst wenn sie wollten. Die Grönländer entscheiden laut Selbstverwaltungsgesetz selbst per Volksentscheid über ihre Staatszugehörigkeit. Das heißt Trump müsste es entweder militärisch annektieren oder wenn er es “konfliktlos” haben will: genug Propaganda (oder Angst) unter Grönländern streuen, bis diese selbst einem Beitritt zu den USA zustimmen (oder er muss eine Wahl heraufbeschwören und manipulieren).

    • AntonMuster@discuss.tchncs.de
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      3 days ago

      Eigentlich ist es auch egal, ob die Aktion am Ende sinnvoll wäre oder nicht. Es besteht die Möglichkeit, dass sie durchgeführt wird, und darauf müssen wir uns vorbereiten. Wir sitzen in der Klemme zwischen zwei (Möchtegern-)Diktatoren und da will ich mich nicht darauf verlassen, dass der nächste US-Präsident wieder ein netter Typ wird. Europäische Unabhängigkeit in allen Belangen ist unverzichtbar, wenn wir nicht in den nächsten Jahren zu irgendeiner Vasallen-Autokratie werden wollen.

  • brewbart@feddit.org
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    3 days ago

    Und ich habe mich immer gefragt wie “Anspruch fingieren” aus Crusader Kings 3 in echt aussehen würde. Dass es “Es wäre besser wenn das uns gehört, ihr könnt damit doch gar nicht umgehen” ist finde ich doch arg unterwältigend.

    Andererseits eine gute Blaupause für eine ausgebaute Erbschafts- und Vermögenssteuer